Materialkunde: Was hinter GSM, Fleece und Ripstop steckt
Grammatur, Webart und Ausrüstung — die drei Angaben, die den Griff und die Haltbarkeit eines Teils bestimmen.
Auf Produktseiten stehen oft nur drei nützliche Angaben: Grammatur, Material und Webart. Zusammen sagen sie mehr über ein Teil aus als jede Beschreibung.
GSM — Gramm pro Quadratmeter
Ein T-Shirt liegt üblicherweise bei 150–200 g/m², ein normaler Hoodie bei 300–350, schwere Ware ab 400. Höhere Grammatur heißt: fester Griff, weniger Durchscheinen, langsamere Trocknung — und ein Schnitt, der seine Form von allein hält.
French Terry und Fleece
French Terry hat auf der Innenseite kleine Schlaufen und bleibt atmungsaktiv — gut für Übergangswetter. Beim Fleece werden diese Schlaufen aufgeraut; das Ergebnis ist wärmer und weicher, franst aber über die Zeit stärker aus und pillt schneller.
Ripstop und beschichtete Nylons
Ripstop erkennt man am feinen Karomuster: dickere Fäden werden im Raster eingewebt, damit ein Riss nicht weiterläuft. Bei Jacken kommt meist eine DWR-Ausrüstung dazu — sie perlt Wasser ab, hält aber nicht ewig und lässt sich nach ein paar Wäschen mit Hitze (Trockner, Bügeleisen mit Tuch) wieder aktivieren.
Baumwolle vs. Mischgewebe
Reine Baumwolle fühlt sich besser an und altert schöner; ein Anteil Polyester reduziert Schrumpf und Knitter. Bei Jogginghosen sorgt etwas Elasthan dafür, dass die Knie nicht ausbeulen.